Dienstag, März 01, 2016
Wähle wie ein Pirat!
Sonntag, Februar 28, 2016
Piraten planen Spionage Museum im Dagger Complex
Schön, dass das Darmstädter Echo über das kulturpolitische Rundgespräch am Mittwochabend im Theater im Pädagog TIP berichtet. Wunderbar auch, dass der Stadtverordnete und erneute Kandidat der Piratenpartei Darmstadt Roland Cuny als erster genannt wird.
Darmstädter Echo: Künstler und Kommunalwahl-Kandidaten im Gespräch über Perspektiven für Darmstadt
Schade aber, dass mit der Bezeichnung als "lustiger Moment" die geniale Idee der Piratenpartei Darmstadt, ein Spionagemuseum im Dagger Complex einzurichten, als etwas dargestellt wird, dass man eher als unrealistisch ansehen könnte.
Unrealistisch ist dieser Programmpunkt der Piraten ganz und gar nicht. Ernster können wir kaum sein, bei einem Kernpunkt piratischer Politik: Informationelle Selbstbestimmung und Transparenz darüber, wie Staaten diese missachten.
Man geht davon aus, dass auf dem Dagger Complex verschiedene Geheimdienste und nachrichtendienstliche Einheiten der Vereinigten Staaten Spionage betreiben, zum Teil in einem unterirdischen Komplex. Wir fordern dort die Arbeitsplätze der Spione besten so zu lassen, wie sie sind, damit zukünftige Besucher des dort einzurichtenden Museums sich selbst ein Bild darüber machen können, wie Staaten ihre eigenen Bürger und die befreundeter Staaten ausspionieren lassen.
Dass es diesem Vorschlag absolut nicht an nötigem Ernst mangelt, zeigt die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in Leipzig, in dem vorher die Bezirksverwaltung für Staatssicherheit untergebracht war, die das Gebäude vom Innenministerium der Sowjetunion übernommen hatte.
In diesem Museum wird heute vor allem über Geschichte, Struktur und Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR informiert.
Ein Äquivalent über die Spionagetätigkeit im Griesheimer Sand auf der Gemarkung der Wissenschaftsstadt Darmstadt sehe ich als unverzichtbar an.
Darmstädter Echo: Künstler und Kommunalwahl-Kandidaten im Gespräch über Perspektiven für Darmstadt
Schade aber, dass mit der Bezeichnung als "lustiger Moment" die geniale Idee der Piratenpartei Darmstadt, ein Spionagemuseum im Dagger Complex einzurichten, als etwas dargestellt wird, dass man eher als unrealistisch ansehen könnte.
Unrealistisch ist dieser Programmpunkt der Piraten ganz und gar nicht. Ernster können wir kaum sein, bei einem Kernpunkt piratischer Politik: Informationelle Selbstbestimmung und Transparenz darüber, wie Staaten diese missachten.
Man geht davon aus, dass auf dem Dagger Complex verschiedene Geheimdienste und nachrichtendienstliche Einheiten der Vereinigten Staaten Spionage betreiben, zum Teil in einem unterirdischen Komplex. Wir fordern dort die Arbeitsplätze der Spione besten so zu lassen, wie sie sind, damit zukünftige Besucher des dort einzurichtenden Museums sich selbst ein Bild darüber machen können, wie Staaten ihre eigenen Bürger und die befreundeter Staaten ausspionieren lassen.
Dass es diesem Vorschlag absolut nicht an nötigem Ernst mangelt, zeigt die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in Leipzig, in dem vorher die Bezirksverwaltung für Staatssicherheit untergebracht war, die das Gebäude vom Innenministerium der Sowjetunion übernommen hatte.
In diesem Museum wird heute vor allem über Geschichte, Struktur und Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR informiert.
Ein Äquivalent über die Spionagetätigkeit im Griesheimer Sand auf der Gemarkung der Wissenschaftsstadt Darmstadt sehe ich als unverzichtbar an.
Montag, Juni 29, 2015
Island in Hessen

Beim Landesparteitag im Oktober 2014 wurde der Reset des Programmes und eine Neuausrichtung beschlossen. So sollte die Motivation erhöht werden, dass wirklich an einem neuen Programm gearbeitet wird.
Mitte März habe ich aufgrund des Erfolges der isländischen Piraten deren Grundsatzprogramm ins Deutsche übertragen. Dies fand neben einiger Kritik vor allem positive Resonanz.
Pirat Scromexc aus Marburg stellte einen Antrag, dieses als neues Programm in Hessen zu übernehmen. Der Antrag wurde von dem LPT15.1 am letzten Wochenende in Rotenburg a.d. Fulda mit großer Mehrheit angenommen.
Nach längerer Zeit kamen wir so wieder in einigen Medien vor, die positiv darüber Berichteten mit Schlagzeilen wie "Piraten übernehmen Programm aus Island" (Frankfurter Rundschau, HNA) und "Island in Hessen" (Oberhessische Presse, Fuldaer Zeitung, Frankfurter Neue Presse, Focus, DIE WELT, BILD) und "Piraten dampfen Parteiprogramm ein" (hr-online).
Das neue Programm, dem mit weiteren Anträgen auch noch etwas hinzugefügt wurde, findet man hier. Es ist auch geplant, es auf den nächsten Landesparteitagen weiter an Hessen uns unsere konkreten politischen Positionen anzupassen.
Für den Bundesparteitag habe ich diesen Antrag gestellt, das isländische Programm der Präambel des Grundsatzprogrammes des Bundes hinzuzufügen.
Sonntag, Juni 07, 2015
Kreisparteitag 2015.1 Piratenpartei OwDiDa
Auf dem KPT im November 2014 wurde ein neuer Kreisvorstand gewählt. V.l.n.r.: Rüdiger Geib (Schatzmeister), Joachim S. Müller (stellv. Vorsitzender), Claudia Stricker (Vorsitzende), Markus Drenger (Beisitzer).
Damit habe ich zum ersten mal ein politisches Amt inne. Politik aus Notwehr, halt.
Wir wollen unser Augenmerk vor allem auf die Vorbereitung und Durchführung des anstehenden Kommunalwahlkampfes richten. Parteiintern wollen wir darauf hinarbeiten, die Mitglieder des Kreisverbandes stärker zu vernetzen. Also los, vernetzt Euch! ;-)
Mehr Fotos in diesem Set.
Damit habe ich zum ersten mal ein politisches Amt inne. Politik aus Notwehr, halt.
Wir wollen unser Augenmerk vor allem auf die Vorbereitung und Durchführung des anstehenden Kommunalwahlkampfes richten. Parteiintern wollen wir darauf hinarbeiten, die Mitglieder des Kreisverbandes stärker zu vernetzen. Also los, vernetzt Euch! ;-)
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Labels: Piraten
Samstag, Juni 06, 2015
Freiheit statt Angst Demo zum Dagger Complex
Die Tour der "Freiheit statt Angst"-Demos geht durch ganz Deutschland und wird auf die Gefahren der staatlichen Überwachung aufmerksam gemacht. Im Juni fand sie in einer der kleinsten Städte statt, die dabei sind: Griesheim bei Darmstadt, weil dort der Dagger-Complex liegt. Zu diesem NSA-Stützpunkt werden ja ohnehin öfter Spaziergänge durchgeführt.
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Samstag, Mai 30, 2015
Freiheit statt Angst - Frankfurt 2015
Die Tour der "Freiheit statt Angst"-Demos geht durch ganz Deutschland und wird auf die Gefahren der staatlichen Überwachung aufmerksam gemacht. Im Mai war ich in Frankfurt dabei und zeige mit vielen anderen Piraten Präsenz.
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Samstag, Mai 16, 2015
Spaziergang zum Dagger Complex
.Eine Woche nachdem der Initiator der Spaziergänge zum Dagger-Complex nach mutmaßlicher Polizeigewalt vorübergehend festgenommen wurde, rief die Piratenpartei zu einem solidarischen Spaziergang zum Dagger-Complex auf. Dem folgten aber leider nur sehr wenige Spaziergänger. Allerdings war unser Dalmatiner diesmal dabei.
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Sonntag, November 16, 2014
Kreisparteitag 2014.2 Piratenpartei OwDiDa
Auf dem KPT im November 2014 wurde ein neuer Kreisvorstand gewählt. V.l.n.r.: Peter Löwenstein (stellv. Vorsitzender), Saskia Weber (Schatzmeisterin), Anne Kellermann (Vorsitzende), Remi Verwecken (Beisitzer).
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Labels: Piraten
Samstag, Juli 26, 2014
Demo zum Dagger Complex
Am 26.07.2014 gab es wieder eine größere Demo hin zum Dagger Complex in Griesheim bei Darmstadt mit reger Beteiligung der Piratenpartei.
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Sonntag, Juni 29, 2014
Außerordentlicher Bundesparteitag 2014
Der berüchtigte außerordentliche Bundesparteitag 2014, bei dem ein neuer Bundesvorstand gewählt wurde und diverse Geschichten sich hochschaukelten. Ich war dabei.
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Samstag, März 29, 2014
Demo zum Dagger Complex
So weit ich mich entsinne, war das die bisher größte Demo zum Dagger-Complex in Griesheim bei Darmstadt. Mit reden von Daniel Bangert und Daniel Domscheit-Berg. Piraten zeigten eine gute Präsenz.
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Sonntag, August 18, 2013
Es gibt jetzt eine "Piraten-Drohne"
...aber die ist leider beschlagnahmt worden.
Wir würden eben gerne wissen, was genau auf dem Dagger-Komplex zwischen Darmstadt und Griesheim verheimlicht werden soll.
HR-Online: Polizeihubschrauber gegen Piraten-Drohne
Wir würden eben gerne wissen, was genau auf dem Dagger-Komplex zwischen Darmstadt und Griesheim verheimlicht werden soll.
HR-Online: Polizeihubschrauber gegen Piraten-Drohne
Samstag, Juli 27, 2013
AntiPRISM StopWatchingUS
Schon den dritten Samstag mit einer Demo verbracht. Es muss sich wirklich was ändern, diese Totalüberwachung können wir nicht weiter hinnehmen.
Jede Menge Fotos unter CC by-sa von der #AntiPrISM #StopWatchingUs Demo in Frankfurt gegen das US-amerikanische Ausspähprogramm PRISM der NSA und die Gleichgültigkeit der deutschen Politik und natürlich auch deren eigene Überwachungsprogramme des BND etc. findet ihr hier.
Jede Menge Fotos unter CC by-sa von der #AntiPrISM #StopWatchingUs Demo in Frankfurt gegen das US-amerikanische Ausspähprogramm PRISM der NSA und die Gleichgültigkeit der deutschen Politik und natürlich auch deren eigene Überwachungsprogramme des BND etc. findet ihr hier.
Montag, Juli 22, 2013
Zweite Demo zum Dagger Complex
Das Video gibt die Eindrücke von dem Tag ganz gut wieder.
Wir kontrollieren die, die uns kontrollieren wollen.
Der Dagger-Complex ist eine US-amerikanische Einrichtung auf der Gemarkung Darmstadt direkt bei Griesheim südlich des Euler-Flugplatztes, in dem mutmaßlich Mitarbeiter der NSA an Überwachungstätigkeiten wie z.B. mit PRISM arbeiten.
Hier findet man Fotos vom ersten Spaziergang zum Dagger-Complex mit 70-80 Teilnehmern.
Hier findet man Fotos vom zweiten Spaziergang zum Dagger-Complex mit 400-500 Teilnehmern.
Donnerstag, Juli 18, 2013
Überwachungsstaat für Dummies: PRISM - Jeder ist im Fadenkreuz!
Labels: Computer und Internet, Piraten, Politik
Sonntag, Februar 17, 2013
Neun Gefährten
Am Wochenende fand die Aufstellungsversammlung der Kandidatenliste der Piratenpartei Hessen für die Bundestagswahl 2013 in der Gallushalle in Grünberg statt. Die Stimmung war sehr gut, und nach der anfänglichen knappen Abstimmung über die Art, wie man wählen solle, lief der Tag fast perfekt durch. Obwohl die Veranstaltung vor dem angedachten Ende für einer Diskussion darüber unterbrochen wurde, ob man sich an diesen gefassten Plan halten solle, schafften wir am ersten Tag das, was kaum einer vorher für möglich hielt: Die Vorstellung aller Bewerber für die zu erstellende Landesliste.
Als Ergebnis der in einem Wahldurchgang erzeugten Liste konnten am Sonntag Nachmittag neun Kandidaten für den Bundestag bekannt gegeben werden. Jeder einzelnen dieser Personen traute mindestens die Hälfte der abstimmenden 155 Piraten zu, die Ziele der Piraten verlässlich zu vertreten. Ich bin auch sicher, dass die gewählten "Neun Gefährten" ein gutes Team bilden werden, und besonders von ihren unterschiedlichen Erfahrungen profitieren werden. Diese Kandidaten sind alle gut mit der Basis vernetzt und können sich auf viele Unterstützer verlassen.
Für einige war es überraschend und auch eine Enttäuschung, wer alles nicht auf diese Liste gekommen ist. Es kursierten auch schon sofort verschiedene Vermutungen, warum dies bei einzelnen der Fall sei. Klar ist nur: Jede Stimme zählt. Mit nur zwei Zustimmungen mehr hätte es eine weitere Bewerberin auf die Liste geschafft. Meine persönliche Meinung: Umstrittenheit macht zwar bekannt, erschwert es bei so einer Wahl aber sehr, erfolgreich zu sein. Was ich hingegen wirklich schade finde, sind Anschuldigungen oder gar Beschimpfungen der hessischen Basis, dass sie diesen oder jenen Bewerber nicht auf die Liste gebracht haben. Ja, bei denen, die selbst Betroffen sind habe ich natürlich Verständnis für den Missmut. Aber bitte bleibt dennoch dran, und unterstützt die Neun. Sie sind es wert. Sie haben das Vertrauen der Basis.
Hier der Link zu den Fotos von der Aufstellungsversammlung
Piratenpartei Hessen: Landesliste für die Bundestagswahl gewählt
Jens Christoph Steltner: Oh, wow. Ich bin tatsächlich ein Teil der Landesliste zur BTW13 geworden…
Nachtrag 18.02.2013:
hr-online: Berkhout führt Hessens Piraten an
Als Ergebnis der in einem Wahldurchgang erzeugten Liste konnten am Sonntag Nachmittag neun Kandidaten für den Bundestag bekannt gegeben werden. Jeder einzelnen dieser Personen traute mindestens die Hälfte der abstimmenden 155 Piraten zu, die Ziele der Piraten verlässlich zu vertreten. Ich bin auch sicher, dass die gewählten "Neun Gefährten" ein gutes Team bilden werden, und besonders von ihren unterschiedlichen Erfahrungen profitieren werden. Diese Kandidaten sind alle gut mit der Basis vernetzt und können sich auf viele Unterstützer verlassen.
Für einige war es überraschend und auch eine Enttäuschung, wer alles nicht auf diese Liste gekommen ist. Es kursierten auch schon sofort verschiedene Vermutungen, warum dies bei einzelnen der Fall sei. Klar ist nur: Jede Stimme zählt. Mit nur zwei Zustimmungen mehr hätte es eine weitere Bewerberin auf die Liste geschafft. Meine persönliche Meinung: Umstrittenheit macht zwar bekannt, erschwert es bei so einer Wahl aber sehr, erfolgreich zu sein. Was ich hingegen wirklich schade finde, sind Anschuldigungen oder gar Beschimpfungen der hessischen Basis, dass sie diesen oder jenen Bewerber nicht auf die Liste gebracht haben. Ja, bei denen, die selbst Betroffen sind habe ich natürlich Verständnis für den Missmut. Aber bitte bleibt dennoch dran, und unterstützt die Neun. Sie sind es wert. Sie haben das Vertrauen der Basis.
Hier der Link zu den Fotos von der Aufstellungsversammlung
Piratenpartei Hessen: Landesliste für die Bundestagswahl gewählt
Jens Christoph Steltner: Oh, wow. Ich bin tatsächlich ein Teil der Landesliste zur BTW13 geworden…
Nachtrag 18.02.2013:
hr-online: Berkhout führt Hessens Piraten an
Labels: Piraten
Samstag, Januar 26, 2013
Kerngedanken
Im Umfeld des Wahlkampfes kommt es hin und wieder dazu, dass wir gefragt oder gebeten werden, doch einem bestimmten (Neben-) Thema im Wahlkampf einige Aufmerksamkeit zu widmen. Es ist gar nicht nötig, ein konkretes Thema zu nennen, ich möchte auch kein bestimmtes angreifen. Aber: Ich sehe diese alle als nicht so wichtig an, und empfehle, sie eben nicht zum Inhalt eines Wahlkampfes zu erheben.
Warum? Weil es etwa unwichtig wäre oder wir kein Verständnis für die Betroffenen hätten? Keineswegs! Obwohl diese Detailthemen durchaus wichtig sind, halte ich die Kernthemen für wichtiger.
Wir wollen weniger die Symptome bekämpfen, sondern an das ran, was wir für einen Teil der Ursachen verschiedener Probleme halten. Das gewünschte Thema wird mit Sicherheit nicht unbearbeitet bleiben von anderen Parteien. Die dann Regierenden können sich ja ruhig weiter mit der Symptombekämpfung der von ihnen mitverursachten Probleme beschäftigen. Wir Piraten präsentieren währenddessen aus der Opposition der Öffentlichkeit eine Perspektive, wie es ganz anders laufen kann.
Es geht viel mehr um den nächsten Schritt in der Befreiung von der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Selbstverschuldet, weil Deutschland zu lange schon nur zwischen Rot (-Grün) und Schwarz (-Gelb) und vereinzelt Großer Koalition hin und hertänzelt, und jedesmal in der jeweils anderen Verarschung die Erlösung herbeisehnt. Unmündig, weil sich das Volk Information vorenthalten lässt. Oder jedes Mal für bereits bezahlte Information nochmals zur Kasse gebeten wird.
So wollen wir beispielsweise aufzeigen, wie verständlich aufbereitete und frei zugreifbare Informationen und transparente Prozesse die Entscheidungen von Politikern nachvollziehbar machen kann, und jene bloßstellt, wo es nicht nachvollziehbar ist, oder einfach wie der Fisch vom Kopf her stinkt. Dadurch wird unter anderem Korruption erheblich erschwert und in Folge dessen gemindert, so meine Erwartung.
Die Bildung ist ein weiteres Kernthema. Aber eben nicht in ausgebreitet epischer Tiefe, sondern in großen weiten Visionen. Weg von dem auf Abprüfbarkeit von auswendig gelerntem Wissen optimierten Lehrprozess, der Menschen zu funktionierenden Befehlsempfängern erziehen soll, hin zu einem individuellen Prozess der Förderung eigenständiger Fähigkeiten des Wissenserwerbs und der Wissensverarbeitung bei Erhalt der jedem Menschen mitgegebenen Neugier. Dass zur Umsetzung Detailthemen ausgearbeitet werden müssen, bezweifle ich nicht. Sie sollten aber nicht dazu führen, das Ziel aus den Augen zu verlieren.
Für beides brauchen wir offene Informationsstrukturen, ohne Regulierungswut oder gar Kontrollinstanzen, die den Menschen vorgeben wollen, was sie denken dürfen. Dafür brauchen wir offenen Zugang zum Wissen der Menschheit, ohne Einschränkungen aus Gier durch ein falsch konzipiertes Urheberrecht, Patentrecht, Markenrecht, …
Nachhaltigkeit und Teilhabe stecken von ganz alleine in allen diesen Themen drin, ist die Konsequenz, wenn Menschen so gefördert werden.
Zuletzt kommt dann noch die Analyse von Umsetzungsmöglichkeiten eines Bedingungslosen Grundeinkommens hinzu. Dies ist ein Prozess, der in den Menschen durch Hoffnung auf ein verbessertes System Kreativität freisetzen kann, und weit über Mindestlohn oder Tarifabschlüsse hinausgeht, in dem diese obsolet werden.
Ich finde es - am Rande bemerkt - traurig, wenn sich auf die Kandidatur Bewerbende sich nur ratlos schulterzuckend anblicken, auf die Frage, ob sie sich ein anderes Konzept als nur die Rückverteilung von Oben nach Unten vorstellen können, was gegen die stärker aufgehende Schere zwischen Arm und Reich wirken könnte. Aus den Kernthemen, in dem Fall Grundgesetz und Menschenrechte zu verfechten, lässt sich hier ohne tief ins Detail zu gehen einiges ableiten. Eigentum muss verpflichten. Nicht nur zur Abgabe.
Um eine Änderung herbeizuführen braucht man sowohl einen Zustand, von dem man weg will, als auch ein vereinendes übergeordnetes Fernziel als auch den ersten Schritt. Es geht nicht um irgendeine Vision von einer besseren Welt, es geht um unsere gemeinsame Sicht, das Ziel, das Piraten verfolgen. Das muss klar und erkennbar bleiben, auch wenn man die ersten Schritte konkret mit den Altparteien macht und machen muss. Wir brauchen diese ersten Schritte. Sie sind aber nicht das Ziel. Und der Weg ist nicht mein Ziel.
Deshalb: Themen in Köpfen. Kernthemen. Radikal. Möglicherweise weltverändernd.
Dieser Beitrag wurde auf der Webseite der Piratenpartei Hessen unter Piratengedanken veröffentlicht.
Warum? Weil es etwa unwichtig wäre oder wir kein Verständnis für die Betroffenen hätten? Keineswegs! Obwohl diese Detailthemen durchaus wichtig sind, halte ich die Kernthemen für wichtiger.
Wir wollen weniger die Symptome bekämpfen, sondern an das ran, was wir für einen Teil der Ursachen verschiedener Probleme halten. Das gewünschte Thema wird mit Sicherheit nicht unbearbeitet bleiben von anderen Parteien. Die dann Regierenden können sich ja ruhig weiter mit der Symptombekämpfung der von ihnen mitverursachten Probleme beschäftigen. Wir Piraten präsentieren währenddessen aus der Opposition der Öffentlichkeit eine Perspektive, wie es ganz anders laufen kann.
Es geht viel mehr um den nächsten Schritt in der Befreiung von der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Selbstverschuldet, weil Deutschland zu lange schon nur zwischen Rot (-Grün) und Schwarz (-Gelb) und vereinzelt Großer Koalition hin und hertänzelt, und jedesmal in der jeweils anderen Verarschung die Erlösung herbeisehnt. Unmündig, weil sich das Volk Information vorenthalten lässt. Oder jedes Mal für bereits bezahlte Information nochmals zur Kasse gebeten wird.
So wollen wir beispielsweise aufzeigen, wie verständlich aufbereitete und frei zugreifbare Informationen und transparente Prozesse die Entscheidungen von Politikern nachvollziehbar machen kann, und jene bloßstellt, wo es nicht nachvollziehbar ist, oder einfach wie der Fisch vom Kopf her stinkt. Dadurch wird unter anderem Korruption erheblich erschwert und in Folge dessen gemindert, so meine Erwartung.
Die Bildung ist ein weiteres Kernthema. Aber eben nicht in ausgebreitet epischer Tiefe, sondern in großen weiten Visionen. Weg von dem auf Abprüfbarkeit von auswendig gelerntem Wissen optimierten Lehrprozess, der Menschen zu funktionierenden Befehlsempfängern erziehen soll, hin zu einem individuellen Prozess der Förderung eigenständiger Fähigkeiten des Wissenserwerbs und der Wissensverarbeitung bei Erhalt der jedem Menschen mitgegebenen Neugier. Dass zur Umsetzung Detailthemen ausgearbeitet werden müssen, bezweifle ich nicht. Sie sollten aber nicht dazu führen, das Ziel aus den Augen zu verlieren.
Für beides brauchen wir offene Informationsstrukturen, ohne Regulierungswut oder gar Kontrollinstanzen, die den Menschen vorgeben wollen, was sie denken dürfen. Dafür brauchen wir offenen Zugang zum Wissen der Menschheit, ohne Einschränkungen aus Gier durch ein falsch konzipiertes Urheberrecht, Patentrecht, Markenrecht, …
Nachhaltigkeit und Teilhabe stecken von ganz alleine in allen diesen Themen drin, ist die Konsequenz, wenn Menschen so gefördert werden.
Zuletzt kommt dann noch die Analyse von Umsetzungsmöglichkeiten eines Bedingungslosen Grundeinkommens hinzu. Dies ist ein Prozess, der in den Menschen durch Hoffnung auf ein verbessertes System Kreativität freisetzen kann, und weit über Mindestlohn oder Tarifabschlüsse hinausgeht, in dem diese obsolet werden.
Ich finde es - am Rande bemerkt - traurig, wenn sich auf die Kandidatur Bewerbende sich nur ratlos schulterzuckend anblicken, auf die Frage, ob sie sich ein anderes Konzept als nur die Rückverteilung von Oben nach Unten vorstellen können, was gegen die stärker aufgehende Schere zwischen Arm und Reich wirken könnte. Aus den Kernthemen, in dem Fall Grundgesetz und Menschenrechte zu verfechten, lässt sich hier ohne tief ins Detail zu gehen einiges ableiten. Eigentum muss verpflichten. Nicht nur zur Abgabe.
Um eine Änderung herbeizuführen braucht man sowohl einen Zustand, von dem man weg will, als auch ein vereinendes übergeordnetes Fernziel als auch den ersten Schritt. Es geht nicht um irgendeine Vision von einer besseren Welt, es geht um unsere gemeinsame Sicht, das Ziel, das Piraten verfolgen. Das muss klar und erkennbar bleiben, auch wenn man die ersten Schritte konkret mit den Altparteien macht und machen muss. Wir brauchen diese ersten Schritte. Sie sind aber nicht das Ziel. Und der Weg ist nicht mein Ziel.
Deshalb: Themen in Köpfen. Kernthemen. Radikal. Möglicherweise weltverändernd.
Dieser Beitrag wurde auf der Webseite der Piratenpartei Hessen unter Piratengedanken veröffentlicht.
Samstag, Januar 19, 2013
Aufstellungsversammlung Direktkandidaten Darmstadt / Darmstadt-Dieburg
Am Samstag, dem 19.01.2013 wählte der Kreisverband der Piratenpartei Darmstadt / Darmstadt-Dieburg und die zu den jeweiligen Wahlkreisen gehörenden angrenzenden KVs ihre Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2013 und die nächste Landtagswahl in Hessen.
Direktkandidat für die Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis 186 (Darmstadt): Björn Semrau
Direktkandidat für die Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis 187 (Odenwald): Michael Breukel.
Direktkandidat für die Landtagswahl 2013 im Wahlkreis 49 (Darmstadt I): Gerhard Collmann.
Ersatzkandidat für die Landtagswahl 2013 im Wahlkreis 49 (Darmstadt I): Markus Drenger.
Direktkandidat für die Landtagswahl 2013 im Wahlkreis 51 (Darmstadt-Dieburg I): Norbert Rücker.
Ersatzkandidat für die Landtagswahl 2013 im Wahlkreis 51 (Darmstadt-Dieburg I): : Thorsten George.
Direktkandidatin für die Landtagswahl 2013 im Wahlkreis 52 (Darmstadt-Dieburg II): Felicitas Stummer.
Ersatzkandidatin: für die Landtagswahl 2013 im Wahlkreis 52 (Darmstadt-Dieburg II): Isabelle Sattig
Die Aufstellungsversammung für den Wahlkreis 50 (Darmstadt II) konnte aufgrund von nicht genügend wahlberechtigten Piraten aus den entsprechenden Gebieten nicht durchgeführt werden und fand daher bisher nicht statt.
Kann mir mal jemand sagen, weshalb ich die Gelegenheit nicht genutzt habe, den aktuellen Vorstand zusammen zu fotografieren? Ich war zum ersten mal seit ihrer Wahl gleichzeitig mit ihnen allen im gleichen Raum. m(
Wenigstens diese Fotos von der #AVKV3D
Abends hatten wir noch eine "Weihnachts"-Feier, bei der ich die Gelegenheit nutze meinen kurzen Vortrag zu Social Leadership zu halten, was nach meinem Eindruck sehr gut ankam. Danke für's zuhören.
Direktkandidat für die Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis 186 (Darmstadt): Björn Semrau
Direktkandidat für die Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis 187 (Odenwald): Michael Breukel.
Direktkandidat für die Landtagswahl 2013 im Wahlkreis 49 (Darmstadt I): Gerhard Collmann.
Ersatzkandidat für die Landtagswahl 2013 im Wahlkreis 49 (Darmstadt I): Markus Drenger.
Direktkandidat für die Landtagswahl 2013 im Wahlkreis 51 (Darmstadt-Dieburg I): Norbert Rücker.
Ersatzkandidat für die Landtagswahl 2013 im Wahlkreis 51 (Darmstadt-Dieburg I): : Thorsten George.
Direktkandidatin für die Landtagswahl 2013 im Wahlkreis 52 (Darmstadt-Dieburg II): Felicitas Stummer.
Ersatzkandidatin: für die Landtagswahl 2013 im Wahlkreis 52 (Darmstadt-Dieburg II): Isabelle Sattig
Die Aufstellungsversammung für den Wahlkreis 50 (Darmstadt II) konnte aufgrund von nicht genügend wahlberechtigten Piraten aus den entsprechenden Gebieten nicht durchgeführt werden und fand daher bisher nicht statt.
Kann mir mal jemand sagen, weshalb ich die Gelegenheit nicht genutzt habe, den aktuellen Vorstand zusammen zu fotografieren? Ich war zum ersten mal seit ihrer Wahl gleichzeitig mit ihnen allen im gleichen Raum. m(
Wenigstens diese Fotos von der #AVKV3D
Abends hatten wir noch eine "Weihnachts"-Feier, bei der ich die Gelegenheit nutze meinen kurzen Vortrag zu Social Leadership zu halten, was nach meinem Eindruck sehr gut ankam. Danke für's zuhören.
Sonntag, Januar 13, 2013
Umfrage zu erwarteten Eigenschaften von sich auf die Landeslisten für BT und LT Bewerbenden
In der Facebook Gruppe Hessen Piraten habe ich eine Umfrage gestartet, über die von Piraten erwarteten Eigenschaften von sich auf die hessischen Landeslisten für Bundes- und Landtag Bewerbenden:
https://www.facebook.com/groups/115398618613971/permalink/144988472321652/
Damit mehr Leute daran teilnehmen können, habe ich alternative Anträge mit je einer Eigenschaft in Hessens Abstimmungswerkzeug Liquid Feedack (LQFB) eingetragen:
https://lqfb.piratenpartei-hessen.de/issue/show/113.html
Aber LQFB scheint in Hessen ja tatsächlich mausetot zu sein. Auch ein interessantes Ergebnis. Das taugt dann also in Hessen weder für die Landtags- noch Bundestagskandidaten zum Kontakthalten mit der Basis. (Das ist eine der stark gewünschten Eigenschaften.)
In FaceBook sieht es im Moment bei 22 Teilnehmern so aus:
Emotionale Intelligenz: für Kommunikation, Zusammenarbeit, Motivation*
#################### 91%
Gute Vernetzung mit der Basis (Social Media / Mailinglisten / Stammtische)
################# 77%
Alternative Lösungen gegeneinander abwägen können
############### 68%
Frei Reden können
########### 50%
Kreative Intelligenz: für Kunst, Forschung, Technologie, Innovation*
######## 36%
Humor
####### 32%
Vitale Intelligenz des Handelns: für Führung, Durchsetzungsvermögen*
###### 27%
Intelligenz des Verstands: für Methoden, Planung, Controlling, Verwaltung*
##### 23%
"Sinn für Sinn", Intuition, Anforderungen der Welt von morgen verstehen*
#### 18%
Kenntnis der Satzung
# 5%
Arbeit statt internem Wahlkampf
# 5%
Intelligenz der Sinnlichkeit & Attraktion: für Marketing, Werbung, Verkauf*
0%
Arroganz
0%
Die mit * kekennzeichneten Eigenschaften entstammen dem Buch von Gunter Dueck: Professionelle Intelligenz: Worauf es morgen ankommt.
Hierbei geht es selbstredend nicht um ein Profil, wie der Prototyp eines idealen Abgeordneten der Piratenpartei Hessen aussehen sollte. Es geht um ein paar grundlegende Eigenschaften, Fähigkeiten. Und zwar welche, die man nicht durch eine noch so gute Kandidatenbefragung oder ein "Kandidatengrillen" herausbekommen kann. Eher nur dann, wenn man die Leute lange kennt und am besten noch mit ihnen schon gearbeitet hat.
Es wird keineswegs gefördert, dass nachher nur gleichartige Menschen auf die Landeslisten kommen. Man sollte den Einfluss einer solchen Umfrage nicht überschätzen. Mit diesen Eigenschaften bleibt noch viel Platz, auf welche Art dies erreicht wird, was für ein Persönlichkeitstyp die Leute sind.
Aber ich will auf keinen Fall jemanden als Kandidaten haben, der nicht teamfähig ist, der nicht mit den Piraten vernetzt ist und der unfähig ist, Alternativen durchzudenken. Will ich gar nicht haben.
Es stellt sich noch die Frage der Wahl des Werkzeugs für diese Umfrage.
Ja, Facebook ist aus guten Gründen nicht sonderlich beliebt bei vielen Piraten. Aber es kann zumindest jeder Teilnehmen, dem das wichtig ist, und wenn er dafür schnell ein pseudonymes Konto zusammenklickt. Dafür muss er nicht mal auf die Bestätigung von irgend einer Verwaltungsebene der Partei warten. Klar ist es dadurch beliebig beeinflussbar, aber bitte, um was geht es denn hier? Demzufolge ist die Umfrage weder repräsentativ noch irgend was.
Es ergibt sich daraus dennoch mehr Aussagekraft als meine Gedanken für mich alleine. Dadurch, dass es eben nicht repräsentativ ist vermeide ich auch eine zu starke normative Auswirkung der Ergebnisse. Ich will nicht, dass die Bewerber so tun, als wären sie so, wie die Basis es wünscht.
(Vielleicht fehlt die überstrapazierte 'Authentizität' noch als Eigenschaft?)
Liquid Feedback ist prinzipbedingt nicht für eine solche Art der Umfrage geeignet. Erstens sind Delegationen für diesen Zweck reichlich kontraproduktiv und zweitens geht so eine Liste von Dingen, die man approval-mäßig gegeneinander bewerten will nur durch die Funktion der Alternativanträge, die eigentlich nicht dafür gedacht sind. LQFB ist schlicht nicht für diese Art von Umfragen designed worden.
Aber LQFB ist nicht das Maß, unser Wunsch nach bestimmten Abstimmungsarten ist das Maß. Ein Tool muss sich dem beugen und liefern oder aussterben.
Dieses Beispiel zeigt mehr als deutlich, dass das hessische LQFB bereits tot ist: Mittlerweile über zwanzig Teilnehmer in FB gegen vier in LQFB.
In LimeSurvey ist dann kein Self-Service möglich, wenn ich es an alle Piraten richten will. Dies geht über den Vorstand der Piraten, dem alle e-Mailadressen vorliegen, und der somit jedem Piraten einen Token für eine einmalige Abstimmung geben kann. Erstens dauert mir sowas dann zu lange, zweitens sehe ich hier keinen ausreichenden Grund, anderen Arbeit zu generieren. Gerade jetzt, wo alle Aktiven überlastet sind und wir mit dem Notwendigen kaum hinterher kommen.
Es gibt ja aber noch ein paar Metaebenen:
Bild der Wissenschaft: Wie Raucher Aktien kaufen - Entscheidungsprozesse laufen bei Rauchern anders ab als bei Nichtrauchern
:-)
https://www.facebook.com/groups/115398618613971/permalink/144988472321652/
Damit mehr Leute daran teilnehmen können, habe ich alternative Anträge mit je einer Eigenschaft in Hessens Abstimmungswerkzeug Liquid Feedack (LQFB) eingetragen:
https://lqfb.piratenpartei-hessen.de/issue/show/113.html
Aber LQFB scheint in Hessen ja tatsächlich mausetot zu sein. Auch ein interessantes Ergebnis. Das taugt dann also in Hessen weder für die Landtags- noch Bundestagskandidaten zum Kontakthalten mit der Basis. (Das ist eine der stark gewünschten Eigenschaften.)
In FaceBook sieht es im Moment bei 22 Teilnehmern so aus:
Emotionale Intelligenz: für Kommunikation, Zusammenarbeit, Motivation*
#################### 91%
Gute Vernetzung mit der Basis (Social Media / Mailinglisten / Stammtische)
################# 77%
Alternative Lösungen gegeneinander abwägen können
############### 68%
Frei Reden können
########### 50%
Kreative Intelligenz: für Kunst, Forschung, Technologie, Innovation*
######## 36%
Humor
####### 32%
Vitale Intelligenz des Handelns: für Führung, Durchsetzungsvermögen*
###### 27%
Intelligenz des Verstands: für Methoden, Planung, Controlling, Verwaltung*
##### 23%
"Sinn für Sinn", Intuition, Anforderungen der Welt von morgen verstehen*
#### 18%
Kenntnis der Satzung
# 5%
Arbeit statt internem Wahlkampf
# 5%
Intelligenz der Sinnlichkeit & Attraktion: für Marketing, Werbung, Verkauf*
0%
Arroganz
0%
Die mit * kekennzeichneten Eigenschaften entstammen dem Buch von Gunter Dueck: Professionelle Intelligenz: Worauf es morgen ankommt.
Hierbei geht es selbstredend nicht um ein Profil, wie der Prototyp eines idealen Abgeordneten der Piratenpartei Hessen aussehen sollte. Es geht um ein paar grundlegende Eigenschaften, Fähigkeiten. Und zwar welche, die man nicht durch eine noch so gute Kandidatenbefragung oder ein "Kandidatengrillen" herausbekommen kann. Eher nur dann, wenn man die Leute lange kennt und am besten noch mit ihnen schon gearbeitet hat.
Es wird keineswegs gefördert, dass nachher nur gleichartige Menschen auf die Landeslisten kommen. Man sollte den Einfluss einer solchen Umfrage nicht überschätzen. Mit diesen Eigenschaften bleibt noch viel Platz, auf welche Art dies erreicht wird, was für ein Persönlichkeitstyp die Leute sind.
Aber ich will auf keinen Fall jemanden als Kandidaten haben, der nicht teamfähig ist, der nicht mit den Piraten vernetzt ist und der unfähig ist, Alternativen durchzudenken. Will ich gar nicht haben.
Es stellt sich noch die Frage der Wahl des Werkzeugs für diese Umfrage.
Ja, Facebook ist aus guten Gründen nicht sonderlich beliebt bei vielen Piraten. Aber es kann zumindest jeder Teilnehmen, dem das wichtig ist, und wenn er dafür schnell ein pseudonymes Konto zusammenklickt. Dafür muss er nicht mal auf die Bestätigung von irgend einer Verwaltungsebene der Partei warten. Klar ist es dadurch beliebig beeinflussbar, aber bitte, um was geht es denn hier? Demzufolge ist die Umfrage weder repräsentativ noch irgend was.
Es ergibt sich daraus dennoch mehr Aussagekraft als meine Gedanken für mich alleine. Dadurch, dass es eben nicht repräsentativ ist vermeide ich auch eine zu starke normative Auswirkung der Ergebnisse. Ich will nicht, dass die Bewerber so tun, als wären sie so, wie die Basis es wünscht.
(Vielleicht fehlt die überstrapazierte 'Authentizität' noch als Eigenschaft?)
Liquid Feedback ist prinzipbedingt nicht für eine solche Art der Umfrage geeignet. Erstens sind Delegationen für diesen Zweck reichlich kontraproduktiv und zweitens geht so eine Liste von Dingen, die man approval-mäßig gegeneinander bewerten will nur durch die Funktion der Alternativanträge, die eigentlich nicht dafür gedacht sind. LQFB ist schlicht nicht für diese Art von Umfragen designed worden.
Aber LQFB ist nicht das Maß, unser Wunsch nach bestimmten Abstimmungsarten ist das Maß. Ein Tool muss sich dem beugen und liefern oder aussterben.
Dieses Beispiel zeigt mehr als deutlich, dass das hessische LQFB bereits tot ist: Mittlerweile über zwanzig Teilnehmer in FB gegen vier in LQFB.
In LimeSurvey ist dann kein Self-Service möglich, wenn ich es an alle Piraten richten will. Dies geht über den Vorstand der Piraten, dem alle e-Mailadressen vorliegen, und der somit jedem Piraten einen Token für eine einmalige Abstimmung geben kann. Erstens dauert mir sowas dann zu lange, zweitens sehe ich hier keinen ausreichenden Grund, anderen Arbeit zu generieren. Gerade jetzt, wo alle Aktiven überlastet sind und wir mit dem Notwendigen kaum hinterher kommen.
Es gibt ja aber noch ein paar Metaebenen:
- Den Aspekt, dieses Denken über Eigenschaften in der Umfrage zu verbreiten. (Das ist ein ganz anderer Bereich, als z.B. die - auch nicht wissenschaftliche aber hinreichend interessante - Persönlichkeitstests nach Myers-Briggs, die ich unter den Kandidaten ebenfalls angeregt habe. -> Wenn du dich damit beschäftigst, beachte bitte den Barnum-Effekt.)
- Die Piraten zur Erkenntnis kommen lassen, dass die Fragen nach diesen Dingen nicht durch Befragung oder Grillen der Kandidaten herauskommen können. Man muss sich tatsächlich persönlich mit den Kandidaten befassen und ggf. mal in deren jeweiligem KV nachfragen.
- Ich weiss jetzt mehr über die Tools. Selbst das vielgehasste Facebook ist in Hessen brauchbarer als Liquid Feedback.
- Die Reaktion der Leute hier in der ML aber auch in Facebook lässt mich diese besser Einschätzen.
- Ich habe einfach Spaß an so was.
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:-)
Sonntag, Dezember 09, 2012
Landesparteitag Piratenpartei Hessen 2012.3
Vom 08.-09.12.2012 war in Butzbach der dritte Landesparteitag der Piratenpartei Hessen. Es gäbe viel darüber zu sagen, ich schaffe jetzt aber nur mal das hier.
Am emotionalsten wurde die Debatte über den Antrag zum Beschneidungsverbot geführt, der dann knapp mit vier Stimmen darunter die erforderliche Zweidrittelmehrheit verfehlte und somit nicht Position der hessischen Piratenpartei wurde.
Meiner Meinung nach zeigt die Abweichung des Ergebnisses von dem vorher durchgeführten Meinungsbild im vMB (virtuellen Meinungsbild, einem Online-Abstimmungswerkzeug), dass die Fragen dort nahezu immer suggestiv sind und die persönliche Diskussion auf einem Parteitag durch nichts zu ersetzen ist.
Im Gegensatz zu anderen knapp gescheiterten Anträgen, die mit kleinen Verbesserungen vielleicht erfolgreich sein könnten (ich denke hier speziell an den Antrag zum Bildungsprogramm), geht es hier aber imho bei einigen so tief, dass Schaden unvermeidbar ist, wenn die Diskussion so um sich selbst kreiselnd weitergeführt wird.
Ich würde es schätzen, wenn bei diesem Thema "wir haben dazu keine Meinung" mal wirklich Programm bliebe.
Wie immer ein Haufen Fotos vom HeLP12.3.
Ach ja: Kommentare pro oder kontra Beschneidung werden kommentarlos gelöscht. Das gehört wo anders hin.
Am emotionalsten wurde die Debatte über den Antrag zum Beschneidungsverbot geführt, der dann knapp mit vier Stimmen darunter die erforderliche Zweidrittelmehrheit verfehlte und somit nicht Position der hessischen Piratenpartei wurde.
Meiner Meinung nach zeigt die Abweichung des Ergebnisses von dem vorher durchgeführten Meinungsbild im vMB (virtuellen Meinungsbild, einem Online-Abstimmungswerkzeug), dass die Fragen dort nahezu immer suggestiv sind und die persönliche Diskussion auf einem Parteitag durch nichts zu ersetzen ist.
Im Gegensatz zu anderen knapp gescheiterten Anträgen, die mit kleinen Verbesserungen vielleicht erfolgreich sein könnten (ich denke hier speziell an den Antrag zum Bildungsprogramm), geht es hier aber imho bei einigen so tief, dass Schaden unvermeidbar ist, wenn die Diskussion so um sich selbst kreiselnd weitergeführt wird.
Ich würde es schätzen, wenn bei diesem Thema "wir haben dazu keine Meinung" mal wirklich Programm bliebe.
Wie immer ein Haufen Fotos vom HeLP12.3.
Ach ja: Kommentare pro oder kontra Beschneidung werden kommentarlos gelöscht. Das gehört wo anders hin.






















