Dienstag, Juli 18, 2006

Vergänglichkeit

Ruine meines alten Elternhauses Letzte Woche sah es noch so aus, jetzt stehen nur noch ein paar Wandteile und aller Schutt muß nach Kategorien sortiert werden.
Es ist ein tiefes und trauriges Gefühl, so einen prägenden Part aus der Zeit, in der ich aufgewachsen bin der Vergänglichkeit Preis gegeben zu sehen. Ein Haus, daß schon gut und gerne 100 Jahre stand, bevor ich geboren wurde, haucht sein langes Leben aus, während ich meinen dreiunddreißigsten Geburtstag begehe.
Der vorherige Bürgermeister, der Dieburg offenbar zu einem Fahrgeschäft auf einem Vergnügungspark machen wolle, in dem er überall Kreisel baute und plante, wollte hier auch mal einen hinbauen. Aber er wurde abgewählt, nachdem er das Grundstück mit Haus von meinen Eltern kaufte. Der neue soll gesagt haben, daß in seiner Amtszeit hier kein Kreisel gebaut wird. Aber gezwungen durch die Einsturzgefahr der Nebengeäude der beiden Häuser, mußte etwas getan werden. Aufbau wäre eher Unsinn, daher Abriss, und der war wohl am Stück billiger, also alles weg.

Labels:


Comments:
Das tut sicherlich weh - so ein Haus erzählt Geschichten...
--
via flickr.com
 
sehr schade! Nicht nur für dich, sondern auch für das Stadtbild denke ich mal, so wird Stück für Stück Geschichte entfernt :(
 
Das ist hart! Vor allem auch schade wegen dem schönen Garten und der gemütliche Küche.
 
Kommentar veröffentlichen

Links to this post:

Link erstellen



<< Home

This page is powered by Blogger. Isn't yours?