Mittwoch, März 07, 2012

Patente und was sie nützen

Telefonkabel by Joachim S. Müller
Am 7. März 1876, also heute vor 136 Jahren, erhielt Alexander Graham Bell in den USA das Patent auf das Telefon. Mit der Patentanmeldung drei Wochen davor war er seinem Konkurrenten Elisha Gray nur um zwei Stunden zuvorgekommen.
Obwohl Bells Patent kein funktionsfähiges Gerät beschrieb, konnte er demit erfolgreich allen anderen Erfindern deren Tätigkeiten auf diesem Gebiet untersagen und damit den Fortschritt, der ja angeblich durch Patente gefördert würde, erfolgreich tropedieren.
Beiden war das bereits 1861 in Frankfurt öffentlich vorgeführte und von diesem so genannte 'Telephon' von Philipp Reis bekannt. Der hat dieses aber möglicherweise entmutigt durch die Vorführung vor dem Physikalischen Verein, der seinen Apparat als Spielerei abtat, offenbar nie zum Patent angemeldet.
Innocenzo Manzetti konnte seinen schon 1844 beschriebenen Apparat dann 1865 als funktionierenden Fernsprecher vorführen aber aus Geldmangel nicht zum Patent anmelden.
Antonio Meucci konnte seinen etwas schlechteren Fernsprecher zwar 1871 zum Patent vormerken, aber dann die erforderliche Summe zur Anmeldung nicht aufbringen.
Wer jetzt denkt, das Patentrecht habe sich bis heute verbessert, und würde den tatsächlichen Erfindern ihren verdienten Lohn einbringen, ist reichlich naiv.
Wikipedia: Erfindung des Telefons

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