Dienstag, September 20, 2005

Kreationismus steht weiterhin unter unsachgemäßer Kritik

Gerade dem Deutschlandfunk hätte ich doch etwas seriöseren Journalismus zugetraut, aber offenbar ist der in dem Themenfeld Schöpfungsforschung nicht möglich.
Aber von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, über die dort berichtet wurde, kommt nun selbst die Kritik an einem Beitrag des Deutschlandfunk über Kreationisten.
Es ist echt übel, wie mit einem umgegangen werden kann, wenn man nicht Mainstream oder eine große Masse ist.

In einigen Kommentaren in Diskussionen zu diesem Thema wurde ja die Behauptung aufgestellt, ID sei keine Wissenschaft, und es wurden einige Punkte kritisiert oder auf angebliche Widerlegungen hingewiesen. Daher sei zunächst der Artikel Einführung in “Intelligent-Design” empfohlen, der wirklich einen guten Einblick in das Thema gibt. In den normalen Medien in Deutschland wird ja nicht auf den Inhalt dieser Theorien geschaut, sondern es gleich zu den Flachwelttheoretikern in die Schublade gesteckt und entsprechend niedergemacht.
In dem Artikel über Irreduzible Komplexität, der außerordentlich gut gelungen ist, wird gezeigt, daß eine Reihe von Kritikpunkten, die gegen IR vorgebracht wurden, nicht stichhaltig sind.
Diese Artikel und auch dort weiterführende Links werden von mir absolut zum eingehenden studieren empfohlen!

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Comments:
Dieses Diagramm allein belegt die Unwissenschaftlichkeit von "Schöpfungslehre" nach der akzeptierten und mittlerweile über Jahrhunderte erfolgreichen wissenschaftlichen Methode von Francis Bacon.
 
Und DAS hier ist natürlich auch Goo-Goo:

In diesen beiden Sätzen ist fast alles falsch. Unsere Vorgaben sind nicht strikt, sondern relativ allgemein gehalten. Richtig ist, dass es Vorgaben gibt, die gibt es auch für die Forschung im Rahmen des Evolutionsparadigmas (siehe Evolutionsparadigma und Naturwissenschaft). Um einen Beweis biblischer Aussagen geht es keinesfalls. Eine solche Behauptung kann man bei der SG W+W nirgends finden. Sie wäre auch unsinnig, denn man kann nicht etwas beweisen, was man als Vorgabe schon voraussetzt. Die implizite Behauptung, es gebe im Kreationismus daher keine ergebnisoffene Forschung, ist daher ebenfalls falsch. In den Voraussetzungen gibt es natürlich keine Ergebnisoffenheit, so wenig wie in der Evolutionsforschung (welche Evolutionsforscher arbeiten mit der Fragestellung, ob Evolution stimmt oder versuchen diese in Frage zustellen? Dies wird längst nicht mehr hinterfragt, in dieser Hinsicht gibt es also ebenfalls keine Ergebnisoffenheit in der Evolutionsforschung). Ergebnisoffenheit gibt es aber sehr wohl in den einzelnen Hypothesen im Rahmen des Schöpfungsparadigmas, genauso wie in den Details der Evolutionsforschung (Näheres dazu in Biblische Schöpfungslehre und Grundtypenbiologie).

Vor allem die Aussage, es gäbe keine Ergebnisoffenheit in der Evolutionstheorie. Wie gesagt: EIN Fossil in der falschen Strata... und das gesamte Gebäude ist hin.
 
Die Behauptung, man habe keine Paradigmen, beweist nicht, daß man auch keine hat. Insofern beweist du mit dem Diagramm gar nichts.
Und zum zweiten: Lies was da steht. In den Vorraussetzungen der ET gibt es keine Ergebnisoffenheit, nicht in der ET.
Und das mit dem Fossil ist Bluff. Jedesmal wenn etwas in einer unerwarteten Schicht gefunden wurde, dann wurde die ET (richtigerweise!) angepasst.
Kein Fund aber könnte die Voraussetzungen des naturalistischen Weltbildes antasten (z.B. das alles potentiell direkt oder indirekt meßbar sein muß, wenn es existieren will)
Dazu werden ich und du (falls du es noch nicht hast) wohl erst mal den dort verwiesenen Artikel lesen.
 
Gelesen.
Ist recht sauber, das muss man dem guten Mann lassen. Wo er fehlgeleitet ist, ist bei der Übersetzung seiner Erklärungen auf die ET.

Zu Diskutieren lohnen würde sich vor allem über die Unterscheidung zwischen Kern- und Hilfshypothesen bei der ET.

Mein Evolutionsbeispiel mit dem Skelett in der falschen Strata ist so eines: Klar kann eine Hilfshypothese wie "Diplodocus starben schon vor der Kreidezeit aus" nicht gehalten werden, wenn ein Skelett in der Kreide-Strata gefunden wird. Das ist aber auch nciht wesentlich fü das Halten der wesentlichen wissenschaftlichen Aussagen zu Dating oder Kladistik.

Wenn hingegen ein Säugetierskelett im Devon entdeckt wird udn auch das Karbon-Dating ausschliesst, dass hier geologische Verwerfungen der "Übeltäter" waren, dann muss man eben über die "Kernhypothese" nachdenken - bzw. diese direkt verwerfen.

Dazu bin ich auch gerne bereit.
Nur fühle ich mich relativ sicher, dass das nicht passieren wird - für die "Grundtypenbiologie", sofern Sie genetische Vorhersagen trifft und damit falsifizierbar wird (muss mich da mal einlesen) sehe ich da schon eher schwarz ;).
 
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