Mittwoch, Mai 18, 2005

Nordic Walking in Darmstadts Norden

Hundertwasserhaus Darmstadt Soeben habe ich das vorher recht winterliches Titelbild meines Blogs mit einem aktuellen Darmstadtbild ersetzt. Ich mag Darmstadt und lebe gerne hier. Wahlheimat nennt man das wohl.
Eben war ich mit meiner Frau Nordic Walken. Eine Runde durch den Bürgerpark Nord mit Abstecher auf dem Drachenberg um dieses neue Titelbild zu machen. Der Park fängt ja quasi zwischen den Schulen an, von wo aus man diesen Blick auf das Hundertwasserhaus hat, als sei es mitten im Grünen.

Müllersteich
Dort gibt es je weiter man nach Norden geht um so weniger "bevölkerte" Ecken, die einen echt malerischen Anflug haben. Wir haben dort quasi "unseren" Teich, vom Namen her zumindest. Auf dem ist eine Insel, wohl quasi ein Vogelschutzgebiet, und eine Halbinsel, auf die ein kleiner Weg führt.

Halbinsel im Müllersteich Dort wird nicht alle zwei Wochen die Wiese gemäht, was zwar vermutlich die Zeckengefahr erhöht, aber mir doch besser gefällt als ewig kurzgeschorener Rasen.
So ganz genau, was davon jetzt alles zum Bürgerpark Nord gehört, und was nicht, weiß ich allerdings auch nicht.

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Comments:
Wahlheimat ist ein Luxus, den auch Du Dir nicht wirklich gegönnt hast, denke ich. Du bist wegen dem Studieren nach Darmstadt gezogen, hast neben dem Studium gejobbt und bist nach dem Studium in der Firma geblieben. Du hast in Darmstadt eine Gemeinde besucht, in der Du Deine Frau kennengelernt hast, die aus Darmstadt stammt.
So hat Darmstadt viel Gutes für Dich, der Herrengarten ist auch hübscher als ich im Vorbeigehen immer dachte. Aber trotzdem kann ich mir Schöneres vorstellen als eine Stadt, die Rekorde hält für Wasser, Abfall und Auto-Pendler - plus die Autos, die bloss durchrauschen, um zur Autobahn zu kommen.
Jenni liebt "ihr" Darmstädter Viertel, das kann ich aber besser verstehen - Darmstadt hat freilich hübsche Ecken, und vor allem ist Jenni dort geboren und aufgewachsen.
Du bist eben ein Romantiker, das zeigt sich auch in Deiner Aufgabe als "Geschichtenbewahrer". Indes war das ein aktueller Job zu Zeiten der Gebrüder Grimm. Heute wird das sowieso schon gemacht. Moderne Medien machen es einfach und Städte können sich mit Bibliotheken rühmen. In der Heimat Deiner meisten Lebenszeit hast Du nie beim Heimatverein vorbeigeschaut, obwohl´s da nicht weniger hübsch und interessant ist - und sich dort weniger Menschen um Geschichte und Geschichten kümmern.
Noch brachliegende Aufgabenfelder für Geschichtenbewahrer vermute ich heute aber eher in der Übersetzung von Mythen anderer Völker, die uns hier noch gänzlich unbekannt sind. Wie es die Orientalistin Annemarie Schimmel über Pakistan gemacht hat. Aber wer will das alles lesen - über hundert Bücher hat sie geschrieben...
Well, Markus sieht in sich ja auch einen "Wahlamerikaner", weil er dort berufliche Chancen bekam und nutzen konnte, die ihm hier nicht lachten, und ebenfalls seine Frau dort kennenlernte. Vielleicht ist das das ganze Faszinationsgeheimnis.
 
Ein äusserst bizarrer Kommentar, Marco - wenn ich mir diese Anmerkung so unverhohlen erlauben darf. Eigentlich mit vielen netten Elementen, aber einer merkwürdig negativen Grundstimmung.

Natürlich hat jeder seine rationalen Gründe, in eine "Wahlheimat" zu ziehen, egal ob diese in einem anderen Landkreis oder auf einem anderen Kontinent ist. Und diese Gründe müssen nicht darin bestehen, dass man seine "alte Heimat" ablehnt, wie Du zu implizieren scheinst.

Du konzentierst Dich ja z.B. bei Darmstadt sehr stark auf das Negative.

Ich persönlich muss sagen:
Ich LIEBE meine Kindheit in Altheim, habe tatsächlich mein Herz in SF verloren und bin uzr Zeit ein freudvoller uns stolzer Darmstädter. Wichtig ist doch vor allem, WIE man in einer Stadt lebt, welche Freunde man hat und wie man sich an seiner Umgebung erfreuen kann, oder?
 
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