Dienstag, Mai 31, 2005

Generation Golf zwei

Am Sonntag kam ich dann noch dazu, das Buch Generation Golf zwei von Florian Illies
zu Ende zu lesen. Vor einiger Zeit las ich schon das erste, und fand es so lesenswert, daß ich mir bei Buchticket auch das zweite ertauschte. Es liest sich genau so leicht und fröchlich wie das erste, ich persönlich hatte aber nicht ganz so viele Wiedererkennungen, wie beim ersten. Er schreibt es ja absichtlich so, als habe die Generation der zwischen 1965 und 1975 geborenen gewisse homogene Züge, bezieht sich dabei aber nur auf sein eigenes Umfeld. Genau das macht es aber eben sehr persönlich und authentisch.
Beim ersten Buch war ja schon festzustellen, daß er ja eher der Playmobil-Spieler ist und Lego eher der Generation seines großen Bruders unterstellte, was ich in meinem Umfeld gar nicht beobachten konnte. In diesem Buch fiel mir auf, daß er offenbar ein Nichtschmecker ist und auch nur von solchen umgeben ist. Oder wer könnte noch die weiße Mousse au chocolat stehen lassen oder über alles Rucola streuen?
Der Grund es zu schreiben ist wohl die von ihm so genannte "Quarterlifecrisis", in der unsere Generation feststellt, daß sie doch irgendwie so ist, wie die eigenen Eltern und das eigentlich gar nicht so schlimm ist.
Das er bei seinen ansonsten sehr lustigen Zukunftsprognosen am Ende des Buches den Papst noch 150 werden läßt ist jetzt im Nachinein von der Realität überholt, aber das sei ihm verziehen.
Insgesamt locker und leicht zu lesen ohne sich groß intellektuell anstrengen zu müssen aber doch anregend und an einigen Stellen nachdenkenswert.

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Comments:
Gute Kritik, sehr differenziert. Liest sich gut. Kann mir jetzt konkret etwas unter diesem Titel vorstellen! Würde mich freuen, hin und wieder etwas zu den anderen Büchern die Du liest in Deinem Blog zu lesen.
 
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